Simon liebte die Musik, seitdem er das Licht der Welt erblickte. Schon als Baby drehte er immer seinen Kopf neugierig in der Wiege, wenn jemand sang oder ein Musikinstrument spielte. Und als er lernte zu krabbeln, griff er, ohne zu zögern, nach Spielzeugen, die Geräusche machten. Der kleine Simon konnte jedoch mit allem musizieren, was er fand – er klimperte mit dem Löffel auf dem Blumentopf oder klopfte mit den Kochlöffeln auf die Kochtöpfe. Seine Mama suchte nicht selten ihre Töpfe, weil Simon sie als Schlagzeug benutzte.
Manchmal machte das ganz gewaltig Krach. Aber seine Eltern freuten sich, dass ihr Sohn so der Musik näher kam. Wann immer es ging, brachten sie ihn zu Aufführungen oder kurzen Konzerten. Und am Abend sangen sie mit Simon Kinderlieder. Es war zu sehen, dass die Musik ihm wirklich Spaß brachte.
Als Simon eingeschult werden sollte, hatten seine Eltern eine Ăśberraschung fĂĽr ihn. Sie besuchten gemeinsam eine Musikschule. Wisst ihr, was fĂĽr eine Schule das ist? Dort lernen die Kinder singen und auf Instrumenten spielen.
Wie jedes Jahr organisierte die Musikschule in Simons Stadt einen Tag der offenen TĂĽr. An diesem Tag konnten sich Familien ansehen, wie es in der Schule aussieht.
Als Simon das Wort Musik hörte, war er vor Freude außer sich.
„Wann darf ich auch ein Instrument spielen?“, fragte er und blickte ungeduldig zu dem Klavier und der Gitarre, die in der Aula der Musikschule ausgestellt waren.
„Schon bald”, antwortete Papa. „Doch erst möchten Mama und ich dir die verschiedenen Musikinstrumente zeigen. Du kannst dir dann eines aussuchen und dafĂĽr bekommst du Musikstunden.“
Der Junge sah sich noch einmal um. In der Aula hingen viele Gemälde, auf der Bühne waren Musikinstrumente und es gab lauter bunte Türen.
„Komm, Simon. Wir sehen uns den Klavierunterricht an“, schlug…